1:0 für den Marder

Schwört auf das Radiowellen unterm Dach: „hr4 hat der Marder ausgehalten, jetzt probiere ich es mit FFH“, schmunzelt der lädierte SPD-Politiker.
Schwört auf das Radiowellen unterm Dach: „hr4 hat der Marder ausgehalten, jetzt probiere ich es mit FFH“, schmunzelt der lädierte SPD-Politiker.

Gudensberg. Nach dem anstrengenden Bundestagswahlkampf und den sich hinziehenden Koalitionsverhandlungen hatte sich der nordhessische Bundestagsabgeordnete Dr. Edgar Franke eigentlich ein beschauliches Weihnachtsfest im Kreise der Familie gewünscht. Doch daraus wurde nichts. Schuld ist ein Marder. Der kleine Räuber hatte sich im Haus der Frankes in Gudensberg unterm Dach eingenistet. „Jede Nacht hat der nachtaktive Kerl mir den Schlaf geraubt“, berichtet der SPD-Politiker erbost. So griff er schließlich zur Selbsthilfe, wollte den ungebetenen Gast eigenhändig vertreiben. Mit schmerzlichen Folgen: Bei der Jagd auf den Marder zog sich der SPD-Gesundheitsexperte beim Zusammenstoß mit einem Dachbalken eine tiefe Platzwunde am Kopf zu. Diese musste von einem Arzt mit neun Stichen genäht werde

„Wir müssen es jetzt wohl mal mit FFH probieren oder mit Hundehaaren, Klosteinen und dem Marderschreck.“

(Edgar Franke, MdB und Marderjäger)

Zwischenzeitlich sah sich der sichtlich lädierte Franke als Punktsieger im Kampf gegen den Marder. „Unser örtlicher Dachdecker hat mir den Tipp gegeben es mit einem Radio zu versuchen“, berichtet der Gudensberger. „Allerdings funktioniert der Trick nur mit dem Programm von hr4.“

Gesagt, getan – ein Radio wurde mit einem Verlängerungskabel unter dem Dach installiert und in unregelmäßigen Abständen ein- und ausgeschaltet. „Das hat geholfen“, triumphierte Franke noch vor einigen Tagen. „Der Marder ist weg.“ Genüsslich verfolgten Freunde des SPD-Politikers die Marderjagd auf dessen Facebook-Seite. Tipps, Tricks und Spott gab’s gratis dazu. Und nun auch noch das: Der Marder ist wieder da!

„Wir müssen es jetzt wohl mal mit FFH probieren oder mit Hundehaaren, Klosteinen und dem Marderschreck“, so Franke via Facebook. Zur Sicherheit wurde im Garten noch eine Falle aufgestellt. Bislang ohne Erfolg: Der ausgelegte Köder, bestehend aus einem Ei und Backpflaumen, lässt das Tier bisher kalt.

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