Benzin im Blut: Jochen Hahn aus Treysa fährt Supermoto-Rennen

Er kann es nicht lassen: Jochen Hahn aus Treysa bereitet sich und sein Motorrad bereits auf den Ü40-Cup der Internationalen Deutschen Meisterschaft im kommenden Jahr vor. Die Winterpause nutzt der Rennfahrer, um in seiner Werkstatt an den Motorrädern zu schrauben. 	Foto: Seeger
Er kann es nicht lassen: Jochen Hahn aus Treysa bereitet sich und sein Motorrad bereits auf den Ü40-Cup der Internationalen Deutschen Meisterschaft im kommenden Jahr vor. Die Winterpause nutzt der Rennfahrer, um in seiner Werkstatt an den Motorrädern zu schrauben. Foto: Seeger

Schwalmstadt. Er liebt den Kick: Jochen Hahn aus Treysa ist Supermoto-Pilot. Der heute 57-Jährige fand den Einstieg in den Motorsport im Jahr 1979, damals noch als Motocross-Fahrer. Inzwischen fährt Hahn ausschließlich Supermoto-Rennen im Ü40-Cup der Internationalen Deutschen Meisterschaft. „Das ist nicht ganz so anstrengend wie Motocrossfahren. Vor allem ab einem gewissen Alter“, erklärt er. In der abgelaufenen Saison belegte Hahn nach insgesamt 14 Rennen in Deutschland, Belgien und Tschechien den achten von 40 Plätzen. Zum ersten Mal ging Hahn 1996 an den Start eines Supermoto-Rennens – damals in Gründau-Lieblos. „Seither halte ich durch. Und der Virus lässt mich einfach nicht mehr los“, sagt der ehrgeizige Rennfahrer.

So sehen ihn seine Freunde am liebsten: Jochen Hahn auf seiner umgebauten KTM-Supermoto-Maschine. Foto: privat
So sehen ihn seine Freunde am liebsten: Jochen Hahn auf seiner umgebauten KTM-Supermoto-Maschine. Foto: privat

Eine Pause habe er allerdings machen müssen.  Denn ein komplizierter Schien- und Wadenbeinbruch zwang Hahn 1992  zu einer einjährigen Unterbrechung. „Nach so einem Sturz muss man so schnell wie möglich zurück aufs Motorrad. Mein erstes Rennen nach dem Unfall bin ich mit einem Nagel im Bein gefahren. Ein anderes Mal, nach einem Schlüsselbeinbruch, bin ich schon nach vier Wochen wieder an den Start gegangen“, erinnert sich Hahn.

Jochen Hahns Liebe zum Supermoto-Rennsport geht sogar so weit, dass der Treysaer Seite an Seite mit seinem Motorrad schläft – zumindest an Rennwochenenden. Dann nämlich wird dieser speziell umgebaute Wohnwagen zu Hahns Zuhause – vorne parkt das Motorrad, hinten schläft der Rennfahrer. Foto: Seeger
Jochen Hahns Liebe zum Supermoto-Rennsport geht sogar so weit, dass der Treysaer Seite an Seite mit seinem Motorrad schläft – zumindest an Rennwochenenden. Dann nämlich wird dieser speziell umgebaute Wohnwagen zu Hahns Zuhause – vorne parkt das Motorrad, hinten schläft der Rennfahrer. Foto: Seeger

Seine Ehefrau Simone begleitet ihren Lieblingspiloten längst nicht mehr an jedem Rennwochenende. Sie unterstützt ihn trotzdem, wann immer sie kann – kocht Essen vor und packt es ins Reisegepäck, kümmert sich darum, dass die benötigte Ausrüstung zur Verfügung steht und bringt ihrem Mann auch ansonsten viel Verständnis für dessen außergewöhnliches Hobby entgegen. „Hab Spaß, aber übertreibe es nicht“, sagt Simone Hahn immer dann, wenn sich ihr Mann mal wieder in ein Rennwochenende verabschiedet. Und der hält sich an die Vorgabe.

Der Ehrgeiz bleibt – auch mit 57 Jahren

„Der Ehrgeiz nimmt auch im Alter nicht ab. Aber man wird vernünftiger. Alle Fahrer wissen, dass sie am nächsten Montag wieder arbeiten müssen“, sagt Hahn. Das halte die Teilnehmer dennoch nicht davon ab, die beste Platzierung anzustreben. „Ich fahre noch, solange ich kann und es die Gesundheit zulässt. Das ist einfach meine Leidenschaft“, bringt es Hahn auf den Punkt. Für den Ü40-Cup im kommenden Jahr jedenfalls hat sich Hahn schon wieder angemeldet.

EXTRA-INFO: Was ist eigentlich Supermoto?

Supermoto ist ein junger Motorradsport, der seit etwa 1985 in Europa betrieben wird. Der Ursprung liegt unter anderem in Amerika, wo der Supermoto-Sport unter dem Namen Superbikers  entstand. Die Idee war, aus den drei Motorrad-Sportarten Motocross, Straßenrennsport und aus Dirttrack oder Flattrack, der amerikanischen Version des Speedway, die besten Fahrer, also die „Superbikers“ zu ermitteln. Supermoto-Strecken haben einen Asphalt-, einen flachen Kies- und einen hügeligen Offroad-Teil. Die Faszination dieser Sportart liegt in spektakulären Drifts und Überholmanövern. (Quelle: www.wikipedia.de)

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