Das Kind im Mittelpunkt: Fortbildung der Erzieher

Die Erzieherinnen und Erzieher der „Wilden 15“ waren mit viel Freude und Tatendrang bei der Fortbildung zum „Bildungs- und Erziehungsplan“ dabei. Foto: Sippel
Die Erzieherinnen und Erzieher der „Wilden 15“ waren mit viel Freude und Tatendrang bei der Fortbildung zum „Bildungs- und Erziehungsplan“ dabei. Foto: Sippel

Fulda. Im Februar dieses Jahres wurden die Landesfortbildungen zum „Bildungs- und Erziehungsplan“ (BEP) für Kinder von 0 bis zehn Jahren in Hessen neu konzipiert. Die bestehenden Erfahrungen und neuen Forschungserkenntnisse flossen in die Entwicklung von 14 neuen Modulen zur Fortbildung von päda­gogischen Fach- und Lehrkräften.

Die vier Teams der Kindertagesstätte „Wilde 15“ nutzten am Montag bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr das Angebot, sich schulen zu lassen. Unter dem Motto „Kinder unter drei Jahren – Was können sie? Was brauchen sie?“ lernten die mehr als 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer alles über die neuen Erziehungsmethoden.

Ziele und Inhalte dieser Veranstaltung waren, die eigene Haltung sowie die bisherige Praxis vor dem Hintergrund des Bildungs- und Erziehungsplans zu reflektieren. Die Erzieherinnen und Erzieher lernten, wie sie ihre Schützlinge nach den neuen Richtlinien noch besser und individueller fördern können. „In dem aktuellen ,Bildungs- und Erziehunsgplan’ steht das Kind im Mittelpunkt“, erklärt die pädagogische Fachberaterin Gabi Dillenburger. „Wir arbeiten beispielsweise nicht strikt nach einem vorgefertigten ,Fahrplan’. Es geht vielmehr darum, die Kinder möglichst viel mit einzubeziehen“, erklärt Heike Ihnenfeld, Vorsitzende der „Wilden 15“.

„Die Erzieher haben sich vielleicht vorgenommen, rauszugehen und danach noch zu malen. Die Kinder ziehen sich selbst an – das dauert natürlich länger, als wenn das ein Erwachsener in die Hand nimmt. Deshalb kann es sein, dass die Mal-Zeit im Anschluss aus Zeitgründen wegfällt, aber das Kind es geschafft hat, sich erstmals allein die Jacke anzuziehen. Diese kleinen Erfolge sind für die Kinder enorm wichtig“, erklärt Ihnenfeld. „Genau diese Ansätze werden nun wieder wichtig. Das Kind soll nicht nur nebenherlaufen, sondern eben im Mittelpunkt der päda­­gogischen Erziehung in den Kindertagesstätten stehen“, so Dillenburger.

Bereits im Vorfeld der Fortbildung am Montag hatten sich die beiden Multiplikatorinnen des „BEP“, Karen Mättner und Betina Ober-Kubicek, die Arbeit in den vier Kindertagesstätten der „Wilden 15“ angeschaut, um im Seminar auch individuell auf die einzelnen Einrichtungen eingehen zu können.

„Wir finden es sehr wichtig, die pädagogische Qualität unserer Mitarbeiter durch diese Fortbildungsveranstaltungen zu stärken und die Umsetzung des ,Bildungs- und Erziehungsplans’ in allen Einrichtungen zu sichern“, so Ihnenfeld. „Wir hoffen, dass auch andere Einrichtungen die Möglichkeiten und Chancen dieser Fortbildungen sehen und sie wahrnehmen“, sagt Dillenburger abschließend.

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