E-Mails mit Absender ‚Cyber-Abteilung Polizei‘ nicht öffnen

Waldeck-Frankenberg. Über den Ratgeber Internetkriminalität der Polizei Niedersachsen wurde bekannt, das derzeit eine E-Mail in Deutschland kursiert mit dem Absender „Cyber-Abteilung Polizei“. Ein erster Fall ist nun auch am heutigen Tage, 5. Dezember 2016, in Waldeck-Frankenberg aktenkundig geworden.

Die E-Mail gibt vor, es handele sich um ein offizielles Schreiben der Polizei Köln. Sie ist gekennzeichnet mit Polizeiinspektion Cyberabteilung – Polizeihauptwache Köln, unterschrieben durch einen Manske Mirko – Kriminaloberkommissar. Inhaltlich eine Strafanzeige wegen Betruges auf einem Versteigerungsportal gegen den jeweiligen Empfänger behauptet. Eine Vorladung würde in Kürze kommen und im Anhang würde man bereits eine Kopie der vorliegenden Akte finden.

Die Inhalte der E-Mail sind frei erfunden! Die real existierenden Namen und Adressen sollen nur den Eindruck einer offiziellen E-Mail erwecken. Die Polizei Köln und die darin genannten Beamten sind nicht die Versender dieser E-Mail!

„Wichtig ist, dass Sie als Empfänger den Anhang nicht öffnen und nicht ausführen“, so die Polizei. Eine erste Untersuchung der Datei habe zwar bisher noch keinen Fund von Schadsoftware ergeben (Stand: 4. Dezember 2016, 20 Uhr). Dies könnte sich jedoch mit der Zeit ändern. Gegebenenfalls wird die verschickte Schadsoftware bisher noch nicht erkannt oder die Täter haben einen Fehler gemacht und vergessen, einen Schadcode mitzuschicken.

Wer bereits den Anhang ausgeführt hat, sollte sein aktuelles Antivirenprogramm nutzen und seinen Rechner nach Schadsoftware durchsuchen lassen. Entsprechende Scans sollten zu einem späteren Zeitpunkt erneut gestartet werden. Zudem können PC-Cleaner oder EU-Cleaner, deren Links sich auf den Ratgeberseiten der Polizei finden, genutzt werden.

Die Polizei rät: „Bitte antworten Sie nicht auf diese Mails und rufen Sie auch nicht die angezeigten Rufnummern an. Weitere Hinweise an die Polizei Köln sind nicht notwendig. Sollte der eigene Computer durch die beigefügte Datei doch geschädigt sein, so sollten Sie bei Ihrer örtlichen Polizei Anzeige erstatten.“

So könnte die dubiose E-Mail aussehen. Beispielmail der Polizei.
So könnte die dubiose E-Mail aussehen. Beispielmail der Polizei.
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