Medizinischer Notfall: Schwergewichtige durch Fenster gerettet

Gudensberg.  Mittwochmittag gegen 13.10 Uhr ist die Gudensberger Feuerwehr zur Tragehilfe für den Rettungsdienst in die Gudensberger Altstadt alarmiert worden. Bei einer sehr schwergewichtigen Frau war ein medizinischer Notfall eingetreten. Die Notärztin ordnete die weitere Behandlung in einem Krankenhaus an.

Beim Eintreffen war schon klar, dass das Unterfangen sehr schwierig sein würde. Ein Abtransport aus dem zweiten Stock durchs Treppenhaus war wegen des Gewichts der Frau und einem schonenden Transport nicht denkbar. Für die Drehleiter der Feuerwehr Gudensberg  war die Frau zu schwer. Die schafft nur 270 kg.

Also wurde die Berufsfeuerwehr Kassel mit dem Kranwagen und einer Spezialtrage für Schwergewichtige an den Einsatzort gerufen. Ebenfalls war ein Schwerlastrettungswagen aus Kassel angefordert worden. Das Fahrzeug kann bis zu 500 Kilo schwere Patienten auf einer Spezialtrage aufnehmen. Herkömmliche Tragen in Rettungswagen verkraften maximal 170 Kilogramm.

Damit die Spezialtrage durch das Fenster passt, musste die Feuerwehr den Fensterrahmen samt Leibung entfernen. Mit Hilfe der Spezialtrage konnte die Patentien dann durch das Fenster in einen speziellen Rettungskorb geschoben werden.

Mit Hilfe des Kranes und in dem speziellen Rettungskorb konnte die Patentien dann behutsam aus dem zweiten Obergeschoß nach unten transportiert werden. Hier wurde sie dem Rettungsdienst übergeben.

Die gesamte Rettungsaktion dauert fast drei Stunden. Sie verlief sehr konzentriert und geplant ab. Hatte man ja im Jahr 2013 bereits an gleicher Stelle entsprechende Erfahrungen gesammelt. Dank des schlechten Wetters, hielt sich der Andrang der Schaulustigen in Grenzen.

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Text und Bilder: Bernd Völske, Bernd Völske, Pressesprecher der Gudensberger Feuerwehren

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  • 1 Kommentar
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    1. Stefanie Becker 13. Januar 2017 um 11:03

      Ich finde es ganz furchtbar wie diese Geschichte schon wieder in der Presse breit getreten wird. Das zeugt nicht von Einfühlungsvermögen und Achtsamkeit. Wird sich auch nur mal im geringsten in die Lage der Frau versetzt? Die ganze Aktion ist mit Sicherheit mit sehr viel Scham besetzt für die arme Frau! Muß es sein, das sie der Öffentlichkeit so vorgeführt wird?

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